Mi.. Apr. 15th, 2026

Also rauf aufs Mopped und den Weg gesucht zum Einstieg in die Tour morgen. Knapp 20 Minuten, dann geht es rechts weg und hoch hinaus. Das Geknäule auf der Karte, was auf ein paar Serpentinen schließen lies, entpuppt sich bei näherem Hinsehen bzw. Hinfahren als eine geradezu irrwitzige Abfolge von unglaublich engen Kurven.

Ich zähle nicht weniger al 29 Kurven. Teilweise mit Gegenverkehr. Bei gerade mal einer Fahrzeugbreite Platz. Das hebt kurzfristig den Adrenalinspiegel. Dann bin ich oben, dort, wo die unbefestigte Straße beginnt, auf knapp 1600 m.

Die Aussicht ist grandios, das Wetter auch. Morgen wird es ebenso, sagen die Eingeborenen. Dort gehts hoch:

Ich fahre wieder runter, um in Susa etwas zu essen. Aber wie der Zufall so spielt, kommt mir eine Querstraße in die Quere, die auf die Nordseite des Tales zu führen scheint. Dann mal los.

Auch hier wieder Serpentinen satt. Sie führen mich auf über 1900 m, ohne das ich es recht merke. Allerdings wird es kühler – das ist dann schon zu merken. Oben wieder Schotter und phantastische Aussichten.

Höher gehts.

Und die untergehende Sonne taucht alles in ein magisches Licht.

Wieder unten. Der Koffer bewährt sich. Hab ihn schon mal für morgen gepackt: warme Sachen, Regenpelle, Wasser, Notration ;-), Lampe, Erste Hilfe Pack. Was man so auf 3000 m zu brauchen glaubt …

Morgen also Colle delle Finestre und Colle dell’Assietta. Werde früh aufbrechen, obwohl die Tour nur mit knapp 5 Stunden ausgezeichnet ist. Will die Ruhe des heutigen Tages morgen mit auf die Tour nehmen. Der Ruhetag hat gut getan. So wie es aussieht, werde ich die Planung eh ändern und nach den nächsten zwei Touren wieder einen Ruhetag einlegen. Schließlich ist das hier ein Urlaub und kein Wettbewerb.

Der Tag schließt mit einem Birra Monetti. Sehr dunkel, sehr malzig, sehr willkomen.

Start und Ziel: Gran Bosco Camping
Strecke: 105 km