Früh aufgestanden und dann die doch recht zahlreichen restlichen Dinge erledigt. Die Campingausrüstung musste fertig gemacht werden, der Koffer mit Klamotten ebenfalls. Und natürlich nicht zu vergessen meine neuer, schmaler Koffer, der an der rechten Seite residiert, mit allem Lesestoff, technischem Gerät und sonstigem Kleinkram. Und ebenfalls wichtig die neue Halterung für das Telefon, welches mir ab und an als Navi dienen wird.
Werkzeug ist noch zusammen zu sammeln, die Computer herunter zu fahren und still zu legen für die nächsten Wochen, Lesestoff einzupacken und dann alles möglichst sinnvoll am Mopped zu verstauen.
Apropos Bücher: mich begleiten Carl Schmitt und Jack Donovan. Ersterer mit seinem „Begriff des Politschen“, letzterer mit „Der Weg der Männer“. Spannende Lektüre, ich freue mich drauf.
Dann habe ich alles zusammen.

Es passt tatsächlich alles in die beiden Koffer, und das Campingzeug in den 30l-Sack. Noch ein paar Einstellungen am Navi …

… und dann kann es los gehen. Nicht, dass ich für Ulm ein Navi bräuchte – aber ich will austesten, wie lange der Aku durchhält, wenn man navigiert.

Dann heißt es Abschied nehmen von Haus und Hof und Frau und Kind! Ich fahre noch zur Tankstelle, Benzin nachfüllen und Luft kontrollieren – dann geht es los Richtung Südwesten.
Das Wetter ist, gemessen an letzter Woche mit ihren 40°C, ideal. Fast ein wenig zu kühl. Aber trotzdem super. Nach 75 km mache ich den ersten Stop, um zu kontrollieren, ob der Campingsack zu heiß wird – er ist ja auf der Auspuffseite angebracht. Wir er aber nicht, also alles gut.

Die Luft ist klar, die Straße ist sehr leer, Sonne und Wind, ein paar Wolken – mit einem Wort. ideale Bedingungen fürs Moppedfahren.

Das Navi führt mich auf eine sehr schöne, abgelegene Route mit vielen Kurven und kleinen Bergen. Manchmal habe ich den Verdacht, dass „es weiß“, dass ich Mopped fahre.
Ich mache noch einen kleinen Zwischenstop irgendwo in den Pampa.

Dann kommt Ulm in Sichtweite – buchstäblich. Das Ulmer Münster ist schon aus 10 km Entfernung zu sehen. Ich halte noch einmal an und genieße ein Panorma.

Dann sind ziemlich genau 3 Stunden Fahrzeit geschafft, ich beziehe Quartier in meiner AirBNB-Wohnung bei der freundlichen älteren Dame aus Ungarn. Bei ihr hatte ich schon zweimal übernachtet. Die Wohnung liegt dicht am Zentrum, ist preiswert und der Kontakt ist nett.
Alle Welt postet irgendwelche Essensbilder. Ich poste jetzt in „Post-Essens-Bild“:

Lecker wars! Ein „Bierkutscherteller“ und ein Rotgold-Bier. Mundet nach diesem Tag sehr. Zumal es tatsächlich zu regnen angefangen hat und die Temperatur gefühlt bei 10°C liegt. Nicht sehr einladend. Ein kurzer Besuch an der Donau rundet den Tag ab.
Morgen geht es nach Boswil. Um die 4 Stunden entspanntes Fahren. Und am Abend dann ins Konzert – ich freue mich schon sehr drauf.
Start: Nürnberg
Ziel: Ulm
Strecke: 181,8 km
Gesamt: 181,8 km