Mo.. Apr. 13th, 2026

Ein bekanntes Geräusch weckt mich – Regen. Sollte tatsächlich an meinem letzten Fahrtag noch einmal Wasser von oben kommen? Es sollte …

Ich packe, das geht schnell, und belade das Mopped.

Es regnet leicht, noch habe ich Hoffung, dass es im Laufe der nächsten halben oder ganzen Stunde aufhört. Ich starte gegen 8 Uhr und fahre erst einmal nach Tettnang, um den Regen abzuwarten und ein kleines Frühstück zu mir zu nehmen.

Allzuviel Auswahl habe ich nicht, also wird es der Bäcker im Kaufland. Ich beobachte die frühen Kunden, die Mitarbeiter, die Frau hinter der Bäckertheke. Und bin dankbar, dass ich woanders – und vor allem anders – arbeiten darf.

Dann breche ich auf, das Wetter tut so, als ob es sich beruhigt hätte. Das tut es genau so lange, wie ich nicht auf den Landstraßen nördlich des Bodensees unterwegs bin. Dann beginnt es kontinuierlich und ziemlich stark aus einem monoton grauen Himmel zu regnen. Das geht eine gute halbe Stunde so, dann spüre ich die Nässe auch schon durch die Kombi.

Ab und an anhalten hilft, manchmal schützen mich alte Linden für ein paar Minuten.

Es ist Gott sei Dank nicht allzu kalt, das heißt, das Anhalten wärmt auch gleich wieder ein wenig auf. Ich mache gute Miene zum naßkalten Spiel.

Das geht ungefähr 150 km oder 2 Stunden so. Hinter Gunzenhausen beruhigt sich das Wetter, der durchgehend graue Himmel bekommt wieder Strukturen, die wie Wolken aussehen – und man kann sogar so etwas wie Blau erahnen.

Zeit, eine etwas längere Trocknungspause einzulegen.

Noch 200 km, noch 150 km, noch 100 km. In Nördlingen gönne ich mir noch einmal eine kleine Pause und eine Stärkung. Ich merke, wie das Zuhause zieht 😉

Dann ist Schwabach ausgeschildert, noch 20 km. Und was muss ich erleben? Als ob es nicht schon genug geregnet hätte: einen Wolkenbruch, wie er im Buche steht. Innerhalb einer Minute bin ich wieder naß bis auf die Haut. Fast keine Sicht, Regenfahnen, riesen Pfützen.

Aber jetzt ist das auch schon egal. Schwabach hat Baustellen, ich muss noch eine Umleitung fahren, dann biege ich gegen 15 Uhr in den Heimgartenweg ein.

Zuhause, begrüßt von Frau und, später, Kind – und natürlich von „meiner“ Katze.

Es gibt viel zu erzählen, es gibt lecker Quiche zum Abendessen – und wir alle sind froh, dass ich nach der langen Fahrt wieder gesund und munter zuhause gelandet bin.

Heute bin ich noch einmal über 300 km gefahren, die sich wie 500 angefühlt haben wegen der Nässe. Insgesamt stehen über 3700 km auf dem Tacho, viele davon Offroad.

Nach der Tour ist vor der Tour 😉 doch heute genieße ich es sehr, wieder zuhause bei meinen Lieben zu sein.

Start: Eriskirch bei Friedrichshafen
Ziel: Heimgartenweg, Nürnberg
Via: Tettnang, Gunzenhausen, Nördlingen
Strecke: 305,0 km
Gesamt: 3747,3 km